Schubladendenken und Vorurteile – wie wir uns selbst schaden

Schachbrett mit Laeufer und BauernWenn es um andere Personen geht sind wir oft von unseren Vorurteilen und einem gewissen Schubladendenken beeinflusst. Es gibt Personen mit denen wollen wir nichts zu tun haben und wiederum andere, vor denen wir respektvoll, fast ehrfürchtig sind. Meist basiert dieses Denken auf unserer eigenen sozialen Werteskala.

Jede Gesellschaft besitzt ein Wertesystem. Es gibt die erfolgreichen, schönen und bekannten, die am Oberen Ende stehen, beispielsweise Schauspieler, Berühmtheiten, CEOs, Sportler). Am anderen Ende der Skala finden sich die ärmeren, schlecht gebildeten, nicht dem Schönheitsbild entsprechenden. Die sogenannte Unterschicht. Ob wir dieses Wertesystem nun akzeptieren, für gut befinden oder nicht spielt keine Rolle. Es existiert und die Werbung, die Medien und die Städteplaner sind sich dessen sehr wohl bewusst und nutzen es zu Ihren Gunsten.

Aber inwiefern schadet ein Wertesystem, das “bewerten” von Personen uns selbst?

Um zu bewerten – auch unbewusst – vergleichen wir. Und zwar mit uns selbst. Wenn wir einer Person einen sehr hohen Wert zuschreiben, bedeutet das im Umkehrschluss, dass wir uns selbst einen geringeren Wert zuweisen. Und das wiederum veranlasst uns dazu vielleicht nicht einmal in Kontakt zu treten – weil man sich nicht traut. Oder sich selbst als mehr darzustellen wie der Wahrheit entspricht. Und das nur, weil wir uns selbst “schlecht” bewerten – also nur wegen unserer eigenen Einschätzung in unserem eigenen kleinen Kopf.

Versucht das Wertesystem über Bord zu werfen. Leute sind einfach nur Leute. Nicht besser und nicht schlechter als Ihr selbst.

Die sozialen gewissermaßen unausgesprochen Grenzen wer mit wem den Kontakt pflegt, wie Beziehungen, Freundschaften und Gespräche stattzufinden haben, existieren nur in unseren Köpfen und begrenzen am Ende nur uns selbst.

Merkt Ihr wie derartige nicht existierende soziale Grenzen Eure Kommunikation mit anderen beeinflussen?

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